Christine Pfenninger
Lebens- und Unternehmensberatung

Newsletter April 2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wir alle sind Mitschöpfer unserer Realität. Alles, was wir denken, tun oder unterlassen, was wir ausstrahlen, für wahr halten, alles, was wir in diese Welt hineingeben, unsere innere Haltung, unser Denken, Fühlen und Verhalten - das formt und beeinflusst sie. Wie viele flüchtige Gedanken hegen wir so den ganzen Tag lang? Alles, was wir auf diese Weise in die Welt bringen, nimmt längerfristig Gestalt an, wird real. Unsere Einstellung formt unseren Körper, beeinflusst unsere Organe und Organsysteme und unsere Zellen. Die ganze Welt ist von einem schwingenden Bewusstsein erfüllt, das sich ständig bewegt und ausdehnt und immerfort kreiert und erschafft, und wir sind mittendrin. Sind Sie sich dieser Ihrer Schöpferkraft schon voll bewusst?

 

Wäre es nicht schön, wenn wir so gesehen alle miteinander eine wunderbare, strahlende, leuchtende Welt erschaffen würden? Wenn wir so viel Liebe, Licht und Wärme, wie uns nur möglich ist, hineingeben würden? Das Leben kann zugegebenermaßen manchmal ziemlich anstrengend sein. Da muss das Haus zum tausendsten Mal geputzt werden, ein Auto repariert, Wände gemalert, alte Menschen gepflegt und versorgt, mit den Kindern Hausaufgaben gemacht werden... Wir müssen uns mit Konflikten, Schwierigkeiten und vielerlei Anforderungen des Lebens auseinandersetzen. Die täglichen Dinge des Lebens verlangen unsere ganze Aufmerksamkeit, Kraft und Hingabe. Wir können dies nun widerwillig und mit Abscheu tun. Doch damit sind wir sozusagen "in der Rückenlage". In dieser Haltung werden wir stets das Gefühl haben, dass das Leben uns übel mitspielt.

 

Das Karmagesetz besagt, dass wir alles, was uns widerfährt, selbst in irgendeiner Weise erschaffen, erbeten oder notwendig gemacht haben. Daher gilt: So, wie es kommt, ist es immer richtig! Häufig wissen wir erst im Nachhinein, wofür eine Erfahrung gut war, welches Talent wir dadurch entwickeln konnten, was wir dadurch lernen durften und wovor sie uns bewahrt hat. Mir ist es schon häufig so ergangen - dass mir erst im Nachhinein aufging, welch großes Glück ich hatte, auch wenn ich das vorher so nicht sehen konnte. Daher ist es meines Erachtens wichtig, immer MIT dem Leben mitzuschwingen, Ja zu sagen und dann den bestmöglichen Weg durch den Alltag zu finden.

 

Wenn wir im inneren Widerstand sind, stemmen wir uns gegen den Fluss des Lebens. Stellen Sie sich einen Felsbrocken mitten im Fluss vor, an den Sie sich klammern. Dabei geht Ihnen eine ganze Menge Kraft verloren, und wofür? Irgendwann werden Sie doch loslassen und sich dem Wasser und seiner Sogwirkung anvertrauen (müssen). Da macht es doch viel mehr Sinn, sich ganz einfach freiwillig vom Fluss des Lebens mitziehen zu lassen. Dazu brauchen wir ein Quentchen Gottvertrauen, Gelassenheit, Mut und Neugier und außerdem nur noch ein Minimum an Kraft, um unseren Kopf über Wasser zu halten. Das Wasser des Lebens wird uns unweigerlich an den Ort unserer Bestimmung tragen. Vielleicht mögen Sie sich dazu meines April-Sonntagsrituals bedienen.

 

Daher möchte ich Sie ermutigen, jeden Tag aufs Neue JA zu sagen zu diesem Leben, zu jeder seiner Facetten, zu den Menschen in Ihrem Umfeld und zu allen kleinen und großen täglichen Verrichtungen, die es von uns fordert. Wenn wir uns dabei liebevoll und mit Gelassenheit beobachten, kann es natürlich auch sein, dass wir einige Dinge loslassen möchten und dürfen, die genauer betrachtet vielleicht ihre Sinnhaftigkeit verloren haben. Dann werden wir mit Liebe sortieren, was uns dient und was evtl. eine Verschwendung unserer Lebenszeit und -kraft bedeutet; letzteres dürfen wir jederzeit und mit Leichtigkeit loslassen. Dann wird unser Leben immer heller und freundlicher und uns mit einem zunehmenden Maß an Liebe erfüllen und beschenken. Ist das nicht wunderbar?

 

Mit lichterfüllten und sonnigen Grüßen

Ihre Christine Pfenninger