Christine Pfenninger
ENERGIETHERAPIE

Newsletter Juni 2024

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

heute möchte ich Ihnen eine chinesische Parabel nahebringen, die mich in ihrem tiefen Wahrheitsgehalt schon viele Jahre begleitet: 

 

 

Der Bauer und sein Pferd

 

Ein rechtschaffener Mann lebte nahe der Grenze.

Ohne Grund entlief ihm eines Tages sein Pferd auf das Gebiet der Barbaren.

Alle (Leute) bedauerten ihn.

Sein Vater aber sprach zu ihm: „Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“

 

Mehrere Monate später kam sein Pferd zurück

mit einer Gruppe guter, edler Barbarenpferde.

Alle Leute beglückwünschten ihn.

Sein Vater (aber) sprach (zu ihm):

Wer weiß, ob das nicht Unglück bringt?“

 

Ein reiches Haus hat gute Pferde,

und der Sohn stieg mit Freuden auf, liebte das Reiten.

Dabei fiel er und brach sich ein Bein. (Es blieb verkrüppelt.)

Alle (Leute) bedauerten ihn.

Sein Vater (aber) sprach (zu ihm):

Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“

 

Ein Jahr später fielen die Barbaren über die Grenze ein.

Die erwachsenen Männer bespannten ihre Bögen und zogen in den Kampf.

Neun von zehn Grenzbewohnern wurden dabei getötet,

(vom Dorf alle) mit Ausnahme des Sohnes wegen seines gebrochenen Beins.

Vater und Sohn überlebten.

 

Daher: Unglück bewirkt Glück, und Glück bewirkt Unglück.

Dieses passiert ohne Ende, und niemand kann es abschätzen.“

 

Text leicht verändert nach wiktionary: tale in Huai Nan Zi, deutsch: Glück im Unglück – Unglück im Glück.

 

 

Was will uns diese Parabel vermitteln? Es liegt klar auf der Hand - die Dinge sind letztendlich nie nur das, als was sie uns auf den ersten Blick erscheinen. Ein vermeintliches Glück kann längerfristig zum Unglück werden. Und eine schwierige Situation, ein vermeintliches Unglück kann dazu führen, dass wir in der Zukunft besser da stehen, glücklicher, stärker und erfahrener sind. Wenn wir uns dies klar vor Augen führen, dann erübrigt sich vieles an Lamentieren, Schimpfen und negativem Sehen und Reden. 

 

Die Parabel kann uns dabei helfen, ruhiger, gelassener und gleichmütiger durch die Wechselfälle des Lebens zu gehen. Ich bin sowieso der Meinung, dass alles, was uns "zu-fällt", aus der Liebe des Seins kommt. Letztendlich sind wir alle "Wanderer durch die Zeit" - wir kommen, schauen uns das Leben an, lernen (mehr oder weniger...) und gehen irgendwann wieder. Warum sich also übermäßig über Details aufregen? Es ändert ja doch nichts an den Dingen, und wir schaden nur unserem Körper und unseren Organen... 

 

Gleichmut und Gelassenheit kann man sich aneignen und trainieren - ob mit Yoga, Meditation, karmischen Geschichten, Traumreisen, Energiearbeit etc. Gelegenheiten zur Erprobung und zum Einüben einer gleichmütigen und toleranten Geisteshaltung gibt es in unserer verrückten und schnelllebigen Zeit wahrlich mehr als genug. Dies sind die Grundeigenschaften einer buddhistischen Haltung und Voraussetzung für wahre innere Reife und ein erfülltes glückliches Leben. Der wahre Meister weiß, dass laute, schrille, aufregende Zustände nur "Maya", Illusion sind. Die Wahrheit über die Dinge des Lebens zeigt sich erst dann, wenn wir anfangen, "hinter die Kulissen zu blicken", wenn wir uns gezielt in die Ruhe und Kontemplation begeben - gerne beispielsweise mit dem Juni-Sonntagsritual. Dies wünsche ich Ihnen von Herzen - dass Sie Wahrheit und Klarheit finden in allem, was Sie umgibt und was Sie tun.  

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Christine Pfenninger

 

 

 

PS:

Zur Terminvereinbarung sowie für Beratungsgespräche bin ich nun auch mobil erreichbar (u.a. über WhatsApp) unter der Rufnummer +49 177 7613006.