Christine Pfenninger
Lebens- und Unternehmensberatung

Newsletter März 2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

sobald sich der März nähert, fangen die meisten Menschen an, unruhig zu werden, vor allem wir Frauen. Der Frühling steht vor der Tür und damit ein Wiedererwachen der Lebensgeister, des Tatendrangs. Die Schneeglöckchen und Krokusse sind schon da, unerschrocken trotzen sie wechselhaften Temperaturen und Schneeschauern zwischendurch. Das Leben erneuert sich so deutlich sichtbar, und ich atme innerlich auf. Es ist wirklich so schön zu sehen, wie sich das Leben immer wieder Bahn bricht - unabhängig davon, wie schwierig die Dinge sein mögen und wie es oft innerlich in uns aussieht. Es ist ein Auf und Ab, ein Werden und Vergehen, ein sich stetes Erneuern. Gerade im Moment führt uns das Leben so überaus anschaulich vor Augen, wie schnell sich eine Situation ändern kann - Stichwort Ukraine-Krise, Corona, Klimawandel... Es fasziniert mich, dass das, was gestern noch gut und richtig erschien, über Nacht sich total wandelt und teilweise ins Gegenteil verkehrt.

 

Mir drängt sich immer mehr das Prinzip "wie innen, so außen, wie im Kleinen, so im Großen" auf. Kriegerische Auseinandersetzungen und Konflikte finden wir auch jederzeit in unseren Familien, im Arbeitsumfeld oder in unseren Beziehungen. Wenn wir es im Kleinen, in unserem persönlichen Umfeld nicht schaffen, Frieden zu halten und Konflikte auf konstruktive Weise beizulegen, wie soll es dann im Großen gehen? Und ja, wir selber sind auch nicht immer vernünftig, rational und einsichtig. Wer so wie ich eine große Familie hat, der kennt diese Themen zur Genüge. Da finden sich die unterschiedlichsten Charaktere, Stimmungen, Ansichten, Erfahrungen und Meinungen. Und es braucht viel Fingerspitzengefühl, Hartnäckigkeit, Durchhaltevermögen, Mut, Liebe und Konfliktfähigkeit, um einen Streit aus- und durchzufechten. Manchmal braucht es auch eine gehörige Portion Sturheit und Kampfgeist, um sich nicht unterkriegen zu lassen, um uneingeschränkt zu sich und seiner Meinung zu stehen und Missständen abzuhelfen.

 

Was für jeden Einzelnen gilt, das ist in der Weltpolitik ganz genauso. Es hilft nicht, jemanden - oder einen Staat - zu verurteilen und den Kontakt zu ihm gänzlich abzubrechen. Wir alle teilen diese Erde, und wir sitzen im selben Boot. Schon aus diesem Grund ist es wichtig und unverzichtbar dranzubleiben, Gespräche zu führen, eine möglichst friedliche, aber auch konsequente Auseinandersetzung zu führen und so hartnäckig wie möglich zu sein, um die Dinge zu ändern, die in Schieflage geraten sind. Es ist wichtig, dass wir uns schützend vor Schwächere und Benachteiligte stellen, denn wir selber könnten jederzeit in dieselbe Situation kommen. Eine gute Gelegenheit, dies auf eine tiefere und sehr nachhaltige Art und Weise zu tun, bietet sich mit meinem März-Sonntagsritual, wenn Sie mögen. Außerdem fällt es auf uns zurück, wenn das eigene Land für andere Menschen unbewohnbar wird - sei es durch Krieg, Hunger oder Klimawandel. Wo werden sie wohl hingehen? Sie werden u.a. zu uns kommen - dahin, wo Aussicht auf Hilfe, Sicherheit und Unterstützung besteht.

 

Wenn wir jetzt schlafen und die Dinge einfach laufen lassen, dann werden die längerfristig zu erwartenden Schäden und Kosten für uns alle noch viel höher sein, als sie es jetzt schon sind und für die Zukunft zu erwarten sein werden - sei es bei politischen Auseinandersetzungen oder beim Umweltschutz.

 

Daher ist die Devise: Aufwachen und sich mutig den Herausforderungen dieser Zeit zu stellen!!! Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder Mensch sich nur einer Aufgabe widmen und sich einbringen würde. Ganz nebenbei lernen wir sehr viel dabei und entwickeln uns weiter, getreu dem Motto: "Die Menschen, die uns brauchen, geben uns den Halt im Leben."

 

 

Die Herausforderungen, die uns in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren und Jahrzehnten erwarten, sind riesig! Je eher wir anfangen, uns darauf einzustellen und kreative und konstruktive Lösungen zu finden, desto glimpflicher wird es für uns alle ausgehen. Wenn wir jedoch die Augen verschließen und die Dinge einfach aussitzen, dann werden wir uns vermutlich ziemlich schmerzhafte Erfahrungen einhandeln. Daher zeugt es einfach von "gesundem Menschenverstand", wenn wir uns so benehmen, dass auch andere Länder, Kontinente und unsere Kinder und Enkelkinder noch eine lebenswerte Welt und Natur vorfinden, und wenn wir möglichst viel Verständnis für andere Denkweisen, Kulturen und Gewohnheiten entwickeln. Mit Liebe und Verständnis betrachtet, ist das Leben eine einzige große Herausforderung und eine Lernmöglichkeit, die wir so gut wie möglich nutzen sollten. Dann bleibt das Leben immer spannend.

 

Irgendwo habe ich gelesen, dass Putin "der große Einiger für Europa" ist. Und es ist wahr: Sein Angriff auf ein kleineres Nachbarland eint die europäischen und nichteuropäischen Länder wie nie zuvor! Mein Vater hat immer gesagt: "Selten ein Schaden ohne Nutzen." Ich bin überzeugt davon, dass wir aus jeder Entwicklung lernen können, auch wenn dies eine sehr harte Erfahrung für das ukrainische Volk darstellt. Wir Menschen bekommen immer so wenig wie möglich, aber so viel wie notwendig. Wir bzw. die westlichen Länder sollten sich auch die Frage stellen, ob sie sich in der Vergangenheit bei allen möglichen Gelegenheiten stets richtig verhalten haben oder ob sie sich den Zorn Putins in irgendeiner Weise zugezogen haben. Vielleicht stellt dieser Konflikt mit Russland längerfristig eine Chance dar, dass viele oder sogar letztendlich alle Länder und Menschen an einem Strang ziehen werden - allerdings möglicherweise erst dann, wenn wir als Menschheit genügend gereift sind und endlich begreifen, dass es in der Zukunft weit größere Probleme zu bewältigen geben wird als territoriale Besitzansprüche.

 

In der Zwischenheit bleibt uns nur auszuhalten und so viele liebe- und friedvolle Gedanken, Gebete, Wünsche und Licht in die Welt zu schicken, wie wir nur können. Sie kennen doch das Gesetz der Resonanz: Alles, was wir aussenden, wird mindestens 100fach zu uns zurückkehren. Und wenn Sie sich das Karmagesetz vor Augen führen, dann wird jeder Mensch letztendlich das ernten, was er sät, auch ein Vladimir Putin. "Wer Wind sät, wird Sturm ernten."

 

Nun wünsche ich uns allen einen hoffnungsvollen Monat März mit möglichst viel Ruhe, Gelassenheit, Mitgefühl und liebevoller Fürsorge für diejenigen, denen es schlecht geht, und einer klaren, mutigen, konsequenten und deutlichen Haltung gegenüber jenen, die ihr Ego rücksichtslos ausleben und anderen übel mitspielen. Jeder Einzelne von uns entscheidet mit, wie die Welt aussieht, in der wir leben!

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Christine Pfenninger