Christine Pfenninger
Lebens- und Unternehmensberatung

Newsletter Mai 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

willkommen im Wonnemonat Mai - dem Monat im Jahr, der ganz besonders viel Hoffnung in sich birgt. Die Natur erwacht nun vollends aus dem Winterschlaf, die Bäume werden grün und blühen, alles in Feld und Wald regt sich, die Vögel bereiten ihre Nester für den Nachwuchs. Im christlichen Brauchtum ist der Monat Mai besonders der Jungfrau Maria gewidmet ist und wird daher auch als "Marienmond" betitelt. Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen "Wonnemond" ein, was im Althochdeutschen eigentlich auf die Bezeichnung "wunnimanot" = "Weidemonat" zurückzuführen ist - in diesem Monat konnte das Vieh wieder auf die Weide getrieben werden. Eine weitere Bezeichnung für den Mai ist der "Blumenmond", da im Mai die meisten Pflanzen ihre Hauptblütezeit haben. Sie kennen bestimmt auch die Zeit der "Eisheiligen" zwischen dem 11. und 15. Mai, auch "Gestrenge Herren", "Eismänner" oder "Maifröste" genannt, welche mit dem Namenstag der "Kalten Sophie" am 15. Mai endet. Erst nach den "Eisheiligen" hat sich die Kälte des Winters endgültig verabschiedet, und man kann sich auf die Wärme des Frühlings verlassen.

 

Die Eisheiligen erinnern mich sehr an die derzeitige Situation der Corona-Pandemie. Erste Hoffnungsschimmer tauchen am Horizont auf, die Impfkampagne nimmt allmählich Fahrt auf, Griechenland öffnet vorsichtig seine Tore für Urlauber - alles Anzeichen des nahenden "Corona-Frühlings", aber die "Eisheiligen" dieser Zeit sind noch nicht vorbei. Die Situation kann jederzeit wieder kippen. Daher ist es für mich ratsam, noch jederzeit mit "Kälteeinbrüchen" zu rechnen. Und dennoch - das Prinzip Hoffnung ist da und treibt seine ersten vorsichtigen Blüten. Die Sonne scheint, das Gras wächst, und irgendwann wird vermutlich auch das Kapitel Corona Geschichte sein. Und doch werden wir - hoffentlich - eine Menge daraus gelernt haben. Allzusehr haben wir Menschen uns in der Vergangenheit in Sicherheit gewähnt; wir dachten, die "Herren der Schöpfung", ja fast allmächtig zu sein. Wie sich gezeigt hat, gibt es Situationen im Leben, in denen uns unsere ganze Wissenschaft, Technik, Energie und Erfahrung nichts nutzen, in denen wir wieder ganz von vorne anfangen dürfen. Fast erleichtert mich diese Erkenntnis, und sie macht mich demütig. Wir Menschen haben einen wichtigen Rang auf Erden, weil wir unsere Welt aktiv und schöpferisch mitgestalten. Aber wir sind eben nur ein Teil des Ganzen. Wir sollten schnellstmöglichst lernen, uns in die Schöpfung einzuordnen und mit ihr zu leben, nicht gegen sie. Sonst sägen wir weiterhin fleißig an dem Ast, auf dem wir sitzen, und das hat verheerende Auswirkungen, wie mittlerweile wirklich jeder erkennen kann.

 

Mit der richtigen Einstellung und Sichtweise können wir unsere kreative menschliche Kraft aber auch einsetzen für ein harmonisches Ganzes, für ein Leben mit den Rythmen und Gesetzmäßigkeiten der Natur. Unsere Kinder haben diese Notwendigkeit bereits erfasst und gehen dafür zu Recht auf die Straße. Diese Erde ist ihr Erbe, ihre Zukunft, ihr ganzes Leben, das noch vor ihnen liegt. Wir sollten daran denken, dass auch sie die Möglichkeit haben möchten und sollen, ein glückliches und gesundes Leben in Wohlstand und Fülle führen zu können, ohne sich mit unseren ganzen Altlasten herumschlagen zu müssen. Sonst könnte es sein, dass unsere Kinder in der Zukunft mit viel Wut, Frust und Schmerz an uns, ihre "Altvorderen", denken werden. Das wäre doch sehr schade und unglaublich dumm und vermessen, finden Sie nicht?

 

Nun jedoch genießen wir erst einmal den Hoffnungsmonat Mai - mit aller gebotenen Vorsicht. Die Sonne wärmt bereits, das Leben bricht sich Bahn, Flora und Fauna zeigen die jedes Jahr aufs Neue wiederkehrende Lebenskraft und Fülle von Mutter Natur. Und ich bin einfach dankbar dafür, dabei zu sein, leben zu dürfen, mein Gesicht der Sonne entgegenstrecken zu können und an diesem Wunder Leben teilzuhaben mit allen seinen Facetten, Herausforderungen und Erfahrungen. In dieser Haltung bietet sich auch das Mai-Sonntagsritual der Dankbarkeit und Anbindung an - Details dazu, wenn Sie mögen, hier.

 

Wonnige Mai-Grüße

Ihre Christine Pfenninger

 

 

PS: Aktuelle Einzel-Seminartermine gibt es nach wie vor in Abstimmmung mit der jeweils aktuellen Corona-Situation bis auf Weiteres ausschließlich auf direkte und persönliche Anfrage (die "Corona-Eisheiligen" sind noch nicht vorbei...).