Christine Pfenninger
Lebens- und Unternehmensberatung

Newsletter September / Oktober 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

verreisen Sie auch gerne? Im September ist mein monatlicher Newsletter leider ausgefallen - stattdessen bin ich ganz vergnügt nach Italien in den Urlaub gefahren. So eine Auszeit tut doch wirklich unglaublich gut, oder? Man lernt, die Welt mit ganz neuen Augen zu betrachten. Für mich ist so eine Reise - egal wie kurz oder lang sie sein mag, ob ich weit weg fahre oder einfach nur ums Eck - immer so etwas wie eine "Reset-Taste", die ich drücke. Der normale Tagesrythmus wird außer Kraft gesetzt. Ich bin neuen Eindrücken und Umständen ausgesetzt und lerne andere Menschen und Gegenden kennen. Alles Gewohnte wird über den Haufen geworfen, und ich lerne, "die Dinge neu zu sehen". Das finde ich äußerst erfrischend und belebend.

 

Im Mittelalter (und auch in bekannten Volksweisen) kannte man den Begriff des "fahrenden Scholaren" - eines Schülers, Studenten oder Klerikers, der in der Welt umherzog, um zu lernen und weltliche, geistige oder spirituelle Erfahrungen zu machen. Dies war häufig verbunden mit der Suche nach einem Amt oder einer festen Anstellung. Es gibt unter Handwerkern auch heute noch die Möglichkeit, "auf die Walz" und damit auf Wanderschaft zu gehen. In früheren Zeiten war diese Zeit der Wanderschaft äußerst wichtig. Sie bot Handwerksgesellen die Möglichkeit, von mehreren Meistern ganz unterschiedliche Techniken zu erlernen und so ihr Wissen und Können weiterzuentwickeln. Und wenn sich einem tüchtigen Gesellen ganz nebenbei die Gelegenheit bot, beispielsweise das Herz einer hübschen Müllerstochter zu gewinnen und in einen stattlichen Betrieb einzuheiraten, so war dies praktisch ein zusätzlicher Gewinn und von großem Vorteil für alle Beteiligten.

 

Übrigens kann man ganz real verreisen oder aber auch innerlich reisen - mit Hilfe von Traumreisen, Sie kennen das ja schon... Sie können sich Ihre örtliche Umgebung anschauen oder aber Ihre innere Umgebung, Ihre Seelenlandschaft genauer unter die Lupe nehmen. Jegliches Reisen, ob innerlich oder im konkreten Sinne, führt zu neu gewonnenen Erkenntnissen und Erfahrungen. In der Regel hat der Mensch Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Denken Sie nur an einen Steinzeitmenschen, der Blitz und Donner sieht. Da ihm die Kenntnis und Erfahrung fehlen, mit welchem Naturphänomen er es zu tun hat, entwickelt er eine tiefsitzende Angst davor und versucht, "sich den Donnergott gewogen zu machen". Sobald wir uns jedoch darauf einlassen, das Leben und unsere Umgebung zu "er-fahren" im Sinne von sie genauer kennenzulernen, "Erfahrungen damit zu machen", schwindet die Furcht - und wir lernen, mit den verschiedensten Situationen und den Wechselfällen des Lebens besser umzugehen.

 

Das, was wir kennen, das lernen wir in der Regel auch schätzen und lieben. Eine Auslandsreise kann daher dabei helfen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vorzubeugen und abzulegen. Wenn wir eine andere Nationalität und Mentalität vor Ort erleben, wenn uns dort Gastfreundschaft, gutes Essen, freundliche Begegnungen und Gespräche, Musik und ein wunderbarer Sonnenuntergang widerfahren, dann lernen wir das Land und seine Bewohner zu verstehen, zu schätzen, zu respektieren. Lebensgewohnheiten entstehen in der Regel über einen langen, langen Prozess der Anpassung. Die Menschen, die in einer speziellen Landschaft leben - mag sie heiß oder kalt, karg oder fruchtbar, feucht oder trocken sein -, haben in der Regel die beste Art entwickelt, mit ihr umzugehen und in ihr zu leben. Und wir als Besucher bekommen auf einer Reise ein Gefühl für die verschiedenen Mentalitäten und Lebensentwürfe, die es auf der Welt gibt und wodurch sie entstanden sind. Das fördert den Austausch zwischen Völkern und ein liebevolles Verständnis für die jeweils speziellen Eigenheiten einer Nation. Wir können alle sehr viel voneinander lernen, davon bin ich überzeugt!

 

Noch ein Gutes hat das Reisen für mich - ich freue mich immer sehr, wieder nach Hause zu kommen! Wir sehen dann das Gewohnte mit neuen und dankbaren Augen. So schön es ist, unterwegs zu sein, so sehr genieße ich persönlich es dann, wieder zuhause zu sein. Das, was uns täglich umgibt, bekommt einen besonderen Wert, wenn wir es eine Zeitlang loslassen - wir lernen, es neu zu sehen und zu schätzen! Das ist für mich mit das Schönste am Reisen...

 

Mit ganz herzlichen Grüßen

Ihre Christine Pfenninger

 

 

PS: Ich freue mich sehr, dass Attilio Ferrara am Dienstag, den 26. Oktober, endlich wieder bei mir in Otterfing sein und zwischen 11.00 und 13.00 Uhr Einzelbehandlungen anbieten wird - nachdem dieses jährliche Ereignis im letzten Jahr bedauerlicherweise wegen Corona ausfallen musste. Ein letzter Behandlungstermin bei ihm ist noch frei - bei Interesse bitte möglichst bald anmelden!

 

Im Anschluss daran, ca. ab 15 Uhr, biete ich dann ein "AUNDA healing"-Seminar mit der Weitergabe der Lehre an - diese Möglichkeit hat sich in der Vergangenheit vor allem für diejenigen bewährt, die von weiter her anreisen und so das eine mit dem anderen verbinden können. Bei Interesse bitte ich auch hier um möglichst baldige Anmeldung.

 

Diese Planung ist selbstverständlich abhängig von der aktuellen Corona-Situation und den dann herrschenden Regeln.

 

Sämtliche Termine zur Weitergabe der Lehre "AUNDA healing" finden Sie hier.