Christine Pfenninger
Lebens- und Unternehmensberatung

Newsletter Juli 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,


die Zeit vergeht wie im Flug, ein weiterer Monat ist um, Sommersonnwend haben wir bereits überschritten und ziemlich unspektakulär hinter uns gelassen - die meisten Johanni-Feuer sind wegen Corona und/oder Regen ausgefallen. 2020 ist wirklich das Jahr der Besinnung, des sich nach Innen Richtens - etwas anderes bleibt uns ja gar nicht übrig. Für mich fühlt es sich so an, dass niemand so richtig weiß, was in nächster Zeit kommen wird - ganz vieles von dem, was uns im Alltag als normal und wichtig erschien, ist derzeit in Frage gestellt. Das bedeutet für uns eine erneute "Lektion im Vertrauen". Und wissen Sie auch, wer die wahren Großmeister im Vertrauen sind? Die Kinder!!! Von ihnen können wir ganz viel lernen, indem wir sie beobachten und es ihnen gleich tun. Ein Kind lebt immer ganz im Hier und Jetzt und im Augenblick. Es sorgt sich nicht um die Zukunft, und die Tränen der Vergangenheit sind schnell vergessen. Natürlich ist es wichtig vorzusorgen, sich um nahestehende Personen zu kümmern und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Aber dieses so übliche und weit verbreitete "Sich Sorgen Machen" ist völlig unnötig; ganz im Gegenteil - es schadet uns. Wie der Spruch schon sagt - man "macht" sich Sorgen; es handelt sich dabei um eine aktive Sprachform, die nicht notwendigerweise etwas mit der wahren Wirklichkeit zu tun hat.

 

Kennen Sie den Spruch von Karl Valentin: "Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch." So abstrus und komisch dieser Spruch auf den ersten Blick anmutet, beinhaltet er doch eine große Wahrheit. Ich kann mir Sorgen machen, mich ärgern oder wütend sein - auf manche Dinge im Leben (wie zum Beispiel das Wetter oder auch die derzeitige Pandemie) haben wir keinen Einfluss. Daher ist es meiner Meinung nach wichtig, sie in Geduld und Gelassenheit hinzunehmen, denn alles andere wäre nur Zeit- und Energieverschwendung. Wir haben es also selbst in der Hand, ob wir dieses Leben friedlich, gelassen und weitgehend glücklich durchschreiten oder ob wir uns im ständigen Widerstand befinden, gegen Gott und die Welt ankämpfen und stets doch immer wieder unterliegen. Es liegt auf der Hand, dass wir dabei nur verlieren können - unsere Kraft, Zuversicht, Gesundheit und letztendlich kreativ genutzte Lebenszeit.

 

Da wir von unseren Kindern eine Menge lernen können (wohingegen viele Erwachsene der irrigen Meinung sind, dass Kinder ausschließlich von ihnen lernen sollten...), ist es eine sehr gute Sache, sich zwischendurch immer einmal wieder mit dem eigenen inneren Kind zu beschäftigen. Gerade in den letzten Tagen ist mir das vermehrt ins Bewusstsein gerückt, denn die Wirkung dieser Übung ist unglaublich direkt, unmittelbar und nachhaltig. Probieren Sie es doch aus, wenn Sie mögen - gerne mit meinem Juli-Sonntagsritual.

 

Haben Sie einen schönen Monat Juli - mit Sonne, Regen und allem Drum und Dran! Mein Tipp: Nehmen Sie die Wechselfälle des Lebens wie beispielsweise das Wetter als eine Art Training in Sachen Gleichmut. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen "die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die Sie nicht ändern können, den Mut, die Dinge zu ändern, die Sie ändern können, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden" (K. P. R. Niebuhr, 1892 - 1971).

 

Mit herzlichen Juli-Grüßen

Ihre Christine Pfenninger