Christine Pfenninger
Lebens- und Unternehmensberatung

Newsletter Juni 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,


 

ich weiß ja nicht, wie es Ihnen in der letzten Zeit ging und geht, aber bei mir und in meinem Umfeld ist ganz schön viel los. Da ist Umbruch, da ändern sich die Dinge sehr schnell; es gibt scheinbar nichts, woran man sich festhalten kann. Und das ist es auch schon, damit bin ich schon beim Thema meines heutigen Newsletters. Die Erfahrung mit dem COVID-19-Virus hat meinem Gefühl nach unsere gesellschaftliche "Reset-Taste gedrückt". Jetzt werden Sinn und Unsinn von Maßnahmen, Gesetzen und Regeln diskutiert, der eine oder die andere ist voll dafür oder total dagegen oder ist meinungslos, Angebot und Nachfrage von angebotenen Gütern und Dienstleistungen verändern sich, Kunst und Kultur suchen nach neuen Möglichkeiten und verarbeiten die Krise auf ihre Weise - sprich alles ist in Bewegung wie in einem riesigen Kessel, in dem unser "Welt-Eintopf" gekocht wird...

 

Die einzige Gewissheit ist, dass im Moment nichts wirklich gewiss ist. Daher ist derjenige gut beraten, der gelernt hat, sich anzupassen und weich mitzuschwingen mit den Entwicklungen, der "den Ball flach hält" und einfach das Beste aus der Situation macht. Und das erlebe ich täglich und höre ich in meinem Umfeld; da werden die Leute kreativ, finden neue Verdienst- und Absatzmöglichkeiten, neue Allianzen - familiär, beruflich oder in der Freizeitgestaltung - werden geschmiedet, Familien tun sich zusammen in der Betreuung ihrer Kinder oder engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe. Ich finde, diese Flexibilität ist eine wichtige Fähigkeit, die uns unserer Einheit als Menschheit wieder mehr bewusst werden lässt - wir sitzen doch tatsächlich alle im selben Boot.

 

Diese Zeit wird jedoch von allen Menschen sehr unterschiedlich erlebt - sie kann eine Zeit der Ruhe und Kontemplation, der Rückbesinnung auf wirklich Wichtiges sein, auf ein natürlicheres Leben und einen bewussten Umgang mit all unseren Resourcen. Plötzlich ist die Selbstverständlichkeit, mit der wir zwei-, drei-, viermal im Jahr in Urlaub gefahren oder geflogen sind, ausgehebelt. Wir werden zurückgeworfen auf unser tägliches Umfeld, und das finde ich eine sehr interessante Entwicklung. Die Qualität unserer Beziehungen, von Partnerschaft und Familie, unseres Jobs und von Freundschaften, unser Freizeit- und Lebensverhalten, das alles ist plötzlich auf dem Prüfstand. Und gerade in Zeiten großer Belastung zeigt sich, was wirklich wichtig, gesund und solide ist - alles andere zerbricht und vergeht.

 

Mir persönlich ist es sehr wichtig, meine Anbindung an die geistige Welt und an Mutter Erde zu pflegen, mein Hiersein auf Erden zu bejahen und meine Bereitschaft zu pflegen, mich diesem Abenteuer Leben immer wieder voll hinzugeben. Wir Menschen sind wie viele einzelne Saiten, die zwischen Himmel und Erde gespannt sind. Jede Saite hat ihre eigene Schwingung und ihren eigenen Ton, und zusammen ergeben wir ein ganzes riesiges Orchester. Sie haben bestimmt schon einmal eine einzelne Geige spielen gehört. Der Geigenspieler muss schon ein sehr gutes Gehör haben und gut spielen, damit sich der Klang seiner Geige für sich allein schön anhört. In einem Orchester hingegen mischen sich mehrere Geigen und deren Klang und ergeben so einen wunderbaren Klangteppich, in welchem sich die einzelnen musikalischen Unebenheiten in der Vielheit harmonisch zusammenfügen und diese "himmlischen Klänge" ergeben. Sie kennen bestimmt auch den Spruch: "Der Himmel hängt voller Geigen..."

 

Außerdem, wie ich nie müde werde zu betonen: Unser äußeres Umfeld ist ein Spiegel unserer inneren Haltung und Denkweise. Wenn ich das Leben - latent oder sogar bewusst - ablehne, dann wird sich das mir im Außen spiegeln. Das ist ein kosmisches Gesetz und Prinzip: "Wie innen, so außen, wie oben, so unten." Beobachten Sie sich doch einmal selbst in Ihrem Denken und in Ihrer Haltung - es ist sehr viel schwieriger, klar und deutlich Ja zu sagen zu allen Anforderungen, die das Leben und das Schicksal an uns stellen, als sich ständig zu beschweren. Das COVID-19-Virus beispielsweise kam wie ein Sturm in unser aller Leben und wirft unser Lebensschiff ganz schön hin und her. Da geht es allen Menschen weltweit gleich. Da ist es meiner Meinung nach doch in jedem Fall besser, mit Umsicht und Geduld gegenzusteuern und das Steuerrad fest in der eigenen Hand zu halten. Oder? Sonst besteht die Gefahr des Kenterns, für jede einzelne Person, für jedes Land und jede Gesellschaft und auch insgesamt für uns als Menschheit...

 

Wir sind also immer wieder gut beraten, erst einmal für uns selbst die grundlegende Frage zu klären, ob wir wirklich hier sein wollen auf Erden und in diesem Leben. Erst wenn wir diese Frage geklärt und eindeutig mit Ja beantwortet haben, dann können wir im zweiten Schritt überlegen, ob uns unser Leben so, wie es jetzt ist, gut gefällt oder ob wir etwas ändern sollten und ggf. was. Was wäre notwendig, damit wir wieder mehr Spaß und Freude an unserem Leben und Befriedigung in unserer Arbeit erleben können? Es gibt immer einen Weg - die Frage ist nur, ob wir bereit sind, eine echte Bestandsaufnahme zu machen, den Tatsachen wirklich ins Gesicht zu schauen und dann konsequent und ehrlich zu uns selbst zu sein; ob wir bereit sind, das Alte, das sein Gleichgewicht verloren hat, hinter uns zu lassen und mutig in das Neue hineinzugehen. Und so provokant es auch klingen mag - die Erfahrung mit dem Corona-Virus, so zerstörerisch es sich auch für manche Menschen auswirken mag, kann uns dabei helfen...

 

Und falls Sie zu dem Schluss kommen sollten, dass Sie nicht eindeutig Ja zu diesem Leben sagen können oder wollen, dass Sie ihm dauerhaft ablehnend gegenüber stehen - seien Sie bitte vorsichtig; das Leben könnte Ihrem unausgesprochenen inneren Wunsch entsprechen und Möglichkeiten finden, Ihnen den Ausstieg nahezulegen. Das wäre nach dem "Gesetz der Resonanz" nur logisch...

 

Genug der Gleichnisse - ich wünsche Ihnen für den Monat Juni eine klare und ehrliche Wahrnehmung Ihrer Ist-Situation und einen kreativen, liebevollen, konsequenten und positiven Umgang mit den Herausforderungen, die das Leben jetzt an Sie stellen mag. Und falls Sie Hilfe und Unterstützung dabei brauchen, bin ich gerne für Sie da.

 

Mit herzlichen Juni-Grüßen

Ihre Christine Pfenninger